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Die staatliche Harbin Development Zone (HDZ) entstand aus dem
Zusammenschluss der Harbin Economic and Technological Development
Zone und der Harbin High and New Technological Development Zone.
Sie drei geographisch getrennte Teile, dem Nangang Centralized
Park (Schwerpunkt: Dienstleistungen), dem Yingbin Road Centralized
Park (Industrie) und dem Haping Road Centralized Park (High-Tech).
Gute Kontakte bestehen zu Novosibirsk Science Institute
Technological Park und anderen Organisationen und Hochschulen of
Russia. Es gibt von HDZ nach Russland noch ein "Direktes
Handelskanal". Gegenwärtig werden in der rd. 34 qkm großen HTZ
etwa ein Drittel des städtischen BIP erwirtschaftet. Ein Ausbau
auf 100 qkm ist angedacht.
In dem Gewerbepark waren Unternehmen aus mehr als 30 Ländern
hauptsächlich in Bereichen Automobilindustie, Maschinenbau,
Foodindustrie und IT registriert. Angesiedelt haben sich z.B. das
Automobilzuliefer-Joint Venture Dong An Motors (ausländischer
Partner: Mitsubishi, Japan), eine Reihe
nahrungsmittelverarbeitender Unternehmen wie President Foodstuffs
(Milchprodukte), Dingyi Foodsftuffs (Instant-Nudeln, beide Taiwan)
Liwayway (Instant-Nudeln, Chips; Philippinen) und Coca Cola (USA).
Schlagzeilen machte zum Jahreswechsel 2002/03 die
Kooperationsvereinbarung zwischen dem Konzern Hafei und dem
brasilianischen Flugzeugbauer Embraer zum Bau von Regionaljets mit
maximal 100 Sitzen. Hafei produziert Hubschrauber, darüer hinaus
aber auch Kleinwagen und Minibusse.
Die HDZ versucht, ausländischen Produktionsunternehmen die
Entscheidung für den Standort Harbin mit Hilfe verschiedener
Einkommensteuerprivilegien zu erleichtern. Außerdem locken
günstige Grundstücks- und Immobilienkosten. Die Kosten für
Landnutzungsrechte zur industriellen Nutzung bewegen sich zwischen
116 und 146 RMB pro qm (wobei besonders gewünschte Profitmachende
Projekte gewisse Vorzugsspielräume haben). Das Lohnniveau liegt
etwa nur auf einem Drittel bis zu einer Hälfte des z.B. in
Südchina üblichen. Grundsätzlich gelten die Möglichkeiten der
Personalbeschaffung in Harbin als akzeptabel. Die Technische
Universität (Harbin Gong Da) gehört zu den zehn anerkanntesten in
der VR China. Insgesamt bilden 19 Hochschulen Studenten aus. Als
eine Schwerindustriebasis und auch eine Agrarbasis bietet Harbin
ausreichende qualifizierte Fachpersonen und Techniker. Allgemein
gelten die Bewohner Harbins unter den Chinesen von ihrer
Mentalität her als herzlich, ehrlich und bodenständig, wenn
Entschlüsse gefasst sind, dann werden sie auch durchgeführt.
Für die Ansiedlung mittelständischer Unternehmen spricht, dass
diese hier auch bei kleinen Engagements individuell betreut werden
- im Gegensatz zu den größten Industriezentren, wo Konzerne mit
milliardenschweren Investitionen in den Markt gehen und Klein- und
Mittelbetriebe daher kaum mehr Beachtung finden. Hier sind
besonders befördert Autoindustrie, Foodindustrie, Medizinindustrie
und IT.
Im Gegensatz zu anderen Schwermaschinenzentren der Mandschurei ist
die Umweltsituation in Harbin wesentlich erträglicher. Die meisten
Expatriates kommen aus den USA, Frankreich, Korea (Rep.) und
Japan, darüber hinaus leben sehr viele Russen in der Stadt. Das
kulturelle Angebot beschränkt sich auf Highlights im Jahr (wie das
Eis- und Schneefestival im Winter und das Musikfest im Sommer). |